16. Netzwerken

Und was machst Du so? Mein Elevator Pitch geht in etwa so: „Hi, I am Kati. I am a long time Airbnb employee, in fact, I was one of the first employees for Airbnb internationally back in Hamburg in 2011. I won my Greencard in the lottery, so I moved to San Francisco in January. I am part of the public policy team and believe home sharing is good for cities and should be legal around the world.“

Seit ich in San Francisco wohne, bin ich für mein Netzwerk spannender geworden. Für viele Berliner Gründer bin ich DIE Anlaufstelle im Valley. Einmal Mittagessen bei Airbnb mit Kati mit anschließender Tour durchs Büro vorbei am Dr. Strangelove Conference Room, dem Nachbau des Wohnzimmers der Airbnb Gründer, wo alles begann, den Snow White Story Boards, die die Reise aus Perspektive von Gast und Gastgeber veranschaulichen und den Cornflakesboxen mit Obama Os und Capn`Mc Cains, die eine zentrale Rolle im Fundraising von Airbnb gespielt haben.

Da ich mir selbst gern Büros anderer Startups anschaue und weiterhin am Berliner Gründergossip teilhaben möchte, stehe ich für Besuche gern zur Verfügung. Ich freue mich natürlich auch über Mitbringsel, zum Beispiel Kinderschokolade und Club Mate.

Per Facebook und LinkedIn flattern täglich Jobangebote, Lebensläufe, Masterarbeitsinterviewanfragen oder Partnerschaftsangebote rein. Bitte nehmt es mir nicht übel, wenn ich mich nicht (zeitig) melde, sondern erinnert mich gern noch einmal dran. Unsere Stellenanzeigen findet Ihr übrigens hier: www.airbnb.com/jobs. Ihr könnt mich gern als Referenz angeben, an der Online-Bewerbung führt aufgrund des Bewerbervolumens allerdings kein Weg vorbei.

Was in Deutschland oft als Oberflächlichkeit abgestempelt wird, nennt sich im Silicon Valley pay forward. Smarten, freundlichen Menschen tut man gern einen Gefallen. Den meisten hier wurde nämlich auch schon einmal geholfen und so reinvestieren wir gern ins Karma, fördern Nachwuchs oder helfen ohne direkt eine Gegenleistung einzufordern und das fühlt sich gut an.

So geht Netzwerken:

  • Angela Merkel, Mc Hammer und Muhammad Yunus sind auch nur Menschen. Trau Dich auch Personen des öffentlichen Lebens anzusprechen. Ein unnötiger Sicherheitsabstand bringt Dich nicht weiter. Auch berühmte Menschen freuen sich über positives oder konstruktives Feedback nach einem Vortrag. Selfies können allerdings nervig wirken.
  • Entwerfe einen knackigen Elevator Pitch für Dich und Dein Startup.
  • Falls möglich, präsentiere einen Prototyp, der Dein Businessmodell veranschaulicht.
  • Weise auf den Mehrwert für Dein Gegenüber hin. Falls es (noch) keinen gibt, sag, was Du suchst und bitte um Unterstützung. Dein geheimes Startup im Stealth-Modus wird dem potentiellen Partner keine signifikanten Umsätze bringen. Aber wenn Du Deinen Gegenüber von Dir überzeugen kannst, unterstützt er Dich vielleicht trotzdem (pay forward).
  • Sei schnell und persönlich beim Follow up. Bedanke Dich für die Zeit und die Tipps Deines Mentors und halte ihn auf dem Laufenden. Von Geburtstagsgratulationen mit Gutscheincodes kannst Du allerdings absehen…

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