HMS Podcast über das MBA Studium an der Hamburg Media School, den Einstieg in die Startup-Welt und meinen Weg ins Silicon Valley

#026 mit Marlene Borchardt – Audience Development bei NOZ Digital HMS… und jetzt?

Marlene Borchardt kommt aus dem Lokaljournalismus und hat ihren Abschluss in Digitalen Journalismus gemacht. In der aktuellen Folge spricht sie mit Antonia über ihren Job im Bereich Audience Development beim HHLab. Im Blog Zuckerzeittyp4 schreibt die Alumna über das Thema der Schwangerschaftsdiabetes. Marlene möchte Frauen ermutigen, dass ein Studium mit Kind möglich ist.
  1. #026 mit Marlene Borchardt – Audience Development bei NOZ Digital
  2. HMS #025 mit Monika Plura – Kamerafrau und Drehbuchautorin
  3. HMS #024 mit Kati Schmidt – Director of Growth and Campus Operations bei Course Hero
  4. HMS #023 mit Susanne Böhm – Moderatorin bei RTLNord
  5. HMS #022 mit Florian Groß – Buchproducer bei ndF: neue deutsche Filmgesellschaft mbH

Bundestagswahl 2021: Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis

Am 26. September 2021 findet die 20. Bundestagswahl statt.

Deutsche, die im Ausland leben, können bei Vorliegen der wahlrechtlichen Voraussetzungen an der Wahl teilnehmen.

Für ihre Wahlteilnahme ist u. a. Voraussetzung, dass sie

1. nach Vollendung des 14. Lebensjahres (das heißt vom Tage des 14. Geburtstages an) mindestens drei Monate ununterbrochen in der Bundesrepublik Deutschland gelebt haben und dieser Aufenthalt nicht länger als 25 Jahre zurückliegt,

2. in ein Wählerverzeichnis in Deutschland eingetragen sind. Diese Eintragung erfolgt nur auf Antrag. Der Antrag ist auf einem Formblatt zu stellen und muss vor dem 5. September 2021 bei der zuständigen Gemeindebehörde eingehen. Zuständig ist die Gemeindebehörde der letzten gemeldeten Hauptwohnung in Deutschland.

Antragsvordrucke sind online auf der Webseite des Bundeswahlleiters erhältlich.

Ich habe meinen Antrag soeben gestellt!

Freundeskreis verfolgt die Eskalation mit Schrecken

Die Tech-Themen des Jahres 2020

Die größte nachhaltige Veränderung in der Tech-Industrie in 2020 war für mich die Normalisierung des Home Office

Frohe Weihnachten und Alles Gute für 2021!

2020 war ein ungewöhnliches und anstrengendes Jahr mit vielen Herausforderungen: Die COVID-19-Pandemie, ihre gesundheitlichen und ökonomischen Konsequenzen, die Polizeigewalt und daraus resultierende Unruhen und das letzte Jahr einer unerträglichen Trump-Präsidentschaft. Auf der anderen Seite gab es dieses Jahr auch viele Ereignisse, für die ich unendlich dankbar bin. Meinen Jahresrückblick findet Ihr hier.

Alles Gute aus der neuen Heimat,

Eure, Kati

Ich werde die Politik mit Spannung verfolgen

Meine Wahlprognose

Jetzt bei der Green Card Lotterie 2022 mitmachen!

Es ist wieder so weit: Bis zum 10. November könnt Ihr bei der Diversity Lottery mitmachen.
Jeder mit einem qualifizierten Schulabschluss oder mindestens zweijähriger Berufserfahrung kann sich auf eine Green Card bewerben. Dazu muss man nur hier seine Kontaktinformationen angeben und ein Foto hochladen. Wichtig ist, am Ende des Prozesses seine Nummer zu speichern (am Besten online, digital und offline – sicher ist sicher), die man Anfang Mai des Folgejahres benötigt, um zu schauen, ob man zu den glücklichen Gewinnern zählt. Die Bewerbung dauert ca. fünf Minuten. Andere Wege, an ein Arbeitsvisum für die USA zu gelangen, findet Ihr hier.
Photo by Glauco Zuccaccia.

Corona im Silicon Valley Arbeitsalltag: Bananeneis und extra Urlaub steigern die Produktivität

Als ich im Herbst auf Jobsuche war, erweiterte ich den Radius meiner potentiellen Arbeitgeber erstmals aufs gesamte Silicon Valley, da die spannenderen Jobanzeigen sich leider nicht fußläufig in San Francisco befinden, sondern übers gesamte Valley verteilen, wo auch die Techgiganten Apple, Facebook und Google ihren Hauptsitz haben. Nach einem intensiven Bewerbungsprozess fing ich im Dezember bei Course Hero an, einer Plattform für Mitschriften von Studenten für Studenten, mit Sitz in Redwood City – laut Google Maps 40 Minuten Fahrzeit von unserer Wohnung, die sich im nördlichsten Zipfel der Stadt mit Blick auf Alcatraz befindet. 

Noch vor Arbeitsantritt kaufte ich mir einen Gebrauchtwagen via Shift, einem Startup, das durch Inspektion die Risiken beim Autokauf limitiert. Ich entschied mich für einen fast brandneuen Nissan Rogue Hybrid – ökonomisch und ökologisch sinnvoll und bestens als zukünftige Familenkutsche geeignet. Schon am ersten Arbeitstag merkte ich, dass die geschätze Fahrzeit sich im Berufsverkehr verdoppelte. Ich bin nun mal nicht die einzige, die aus der Stadt im Schritttempo morgens ins Silicon Valley fährt – und abends wieder zurück. Da ich meinen Arbeitstag nicht schon um sieben Uhr morgens beginnen und erst um acht Uhr abends enden will, nutze ich die Fahrzeit zur Stoßzeit, um auf dem Hinweg wieder mehr Kontakt mit Freunden in Deutschland zu pflegen und auf dem Rückweg Podcasts zu hören. Außerdem begrüße ich, dass mein neuer Arbeitgeber Wort hält und allen Mitarbeitern zwei Tage pro Woche ermöglicht, aus dem Home Office zu arbeiten und ich mir die Tage sogar selbst aussuchen kann. Dies war nicht nur ein Köder, um das Jobangebot anzunehmen, meine Kollegen und die Führungsriege, die teilweise noch viel weiter entfernt von unserem Büro wohnen, leben diese Flexibilität wirklich aus. Das dezentrale Arbeiten funktioniert reibungslos, da die meisten Meetings per Videocall via Zoom stattfinden. Statt per E-Mail kommunizieren wir miteinander per Chatplattform Slack, manchmal sogar, wenn wir im Büro direkt nebeneinander sitzen, um den anderen nicht aus den Gedanken zu reißen. 

Zunächst schien es daher wie “business as usual” als im März die Coronakrise auch hier in Kalifornien ein dramatisches Ausmaß annahm und die Techfirmen allen Mitarbeitern auf unbestimmte Zeit das Home Office verordneten. In der ersten Woche platzte mein Kalender vor Meetings, die nahtlos aneinandergereiht waren. Dies ging nicht nur mir so und deshalb führten wir ein, dass Meetings im Kalender automatisch früher enden und zur Mittagspause keine angesetzt werden dürfen. Morgens kann ich nun etwas länger schlafen, da ich mir die nervige Fahrzeit ins Büro spare und abends habe ich wieder mehr Zeit zu kochen, fernzusehen und mit meinem Freund den Tag Revue passieren zu lassen. Während um uns herum Menschenmassen in die Arbeitslosigkeit schlittern, geht für die meisten Techfirmen und ihre Angestellten der Arbeitsalltag weiter. Hier und da wird die Krise genutzt, um die Organisation zu entschlanken und vor allem Mitarbeiter, die im Recruiting oder Sales arbeiten, zu entlassen. Die Finanzchefs fordern Teile des Budgets zurück und im Silicon Valley beweist man wieder einmal, aus weniger mehr zu machen. Auch ich musste ein Drittel meines Jahresbudgets zurückgeben und vorerst eine Stelle weniger ausschreiben, aber habe trotzdem das Gefühl mit einem blauen Auge davon zu kommen. Als die Universitäten ihre Campusse schlossen, wechselte mein Team, das sich um lokales Marketing an Unis kümmert, von physischen auf virtuelle Events und steigerte die Produktivität enorm. Unsere jährliche Konferenz für Professoren – der Education Summit – fand nun auch virtuell statt. Meine Kollegen nutzten dies als Chance, um mit einem kleinerem Budget deutlich mehr Teilnehmer zu erreichen. Mit dem Silicon-Valley-Mindset und etwas Kreativität, entstehen fast täglich neue Möglichkeiten. 

In unserem zweiwöchentlichen Teammeeting, das unser CEO nun von seinem Wohnzimmer aus ausrichtet, wird regelmäßig daran erinnert, dass wir psychische Belastungen durch die Coronakrise ernst nehmen und früh das Gespräch miteinader suchen sollen. Seit Beginn der Heimarbeit gibt’s ein bis zwei zusätliche freie Tage pro Monat zur Erholung. Fast ein Drittel meiner Kollegen sind junge Eltern, die neben ihrer Arbeit von Zuhause nun auch die Kinderbetreuung übernehmen müssen, da die meisten Tagesmütter, Kitas und Schulen geschlossen haben, bis die Krise im Griff ist. Einige Kollegen setzen ihre Kinder für mehrere Stunden vors iPad und berichten im Elternchat, dass sie sich schuldig fühlen. Deshalb bietet unser Hausmeister, der nun weniger zu tun hat, an, mehrmals die Woche den Kindern meiner Kollegen per Videocall Geschichten vorzulesen oder ihnen in digitalen Kochkursen beizubringen, wie man Bananeneis und andere Leckereien selbst zubereitet. 

Aber auch die Erwachsenen kommen nicht zu kurz. Die verspielte Arbeitskultur des Silicon Valleys wird auch ins Home Office übertragen. Einmal im Monat kommt eine Box mit gesunden Snacks ins Haus geflattert und dienstags organisieren wir ein gemeinsames virtuelles Mittagessen, für das wir auf Firmenkosten Essen bestellen und strikt nicht über die Arbeit sprechen. Im letzten Marketingmeeting überraschten meine Kollegen mich mit einer virtuellen Babyshower, in der wir alberne Babyratespiele spielten und ich mit mehreren Kinderbüchern und einem Essensgutschein beschenkt wurde. Auch unser Marketingchef nahm sich die ganze Stunde dafür Zeit.  

Vor Kurzem verkündeten einige Techfirmen wie Twitter und Square, dass ihre Mitarbeiter dauerhaft von Zuhause aus Arbeiten dürfen und somit nicht mehr ans Silicon Valley mit horrenden Mietpreisen gebunden sind. Als Google das Home Office bis mindestens Mitte 2021 empfahl, schloss sich mein Arbeitgeber direkt an. Aber auch die traditionellen Berufe werden endlich von der Digitalisierung eingeholt. Mein Freund, der als selbstständiger Anwalt arbeitet, nimmt an Anhörungen und Mediationen nun per Videokonferenz teil und ist begeistert wie sehr es ihm die Arbeit erleichtert. 

Im Gegensatz dazu ist man in Deutschland nach ein paar Wochen Kurzarbeit und Zwangsurlaub größtenteils wieder zum alten Trott ins Büro zurückgekehrt. Wenn ich mit meiner Familie und Freunden in Berlin telefoniere, höre ich Erleichterung in ihrer Stimme. Obwohl ich mich freue, dass Deutschland die Coronakrise so gut in den Griff bekommen hat, habe ich mir insgeheim gewünscht, dass die digitale Transformation, die in vielen Industrien und vor allem im deutschen Mittelstand immer noch in den Kinderschuhen steckt, einen gewaltigen Anschub bekäme, aber daraus wurde diesmal wieder nichts. Und so werde ich weiterhin für Euch aus dem Silicon Valley berichten.

OMR Podcast über den Airbnb IPO, meine Karriere im Silicon Valley und Women in Tech

Zu Gast im OMR Silicon Valley Update Podcast von Christian Byza

Die ganze Folge kannst Du hier hören: