Skifoan in Tahoe

Kalifornien ist der Bundesstaat der unbegrenzten Möglichkeiten: hier gibt es den Pazifischen Ozean, in dem man dank Klimawandel fast ganzjährig Wale von der Küste beobachten kann, Wüstenregionen und Berge – sowohl zum hiken als auch skifahren geeignet. Dazu fährt man von San Francisco am Besten nach Tahoe – eine ca. vierstündige Autofahrt mit einem allradangetriebenen Auto. Es gibt auch einen Bay Area Skibus für Tagesausflüge.
Eine Unterkunft findet man bei Airbnb oder man kann sie ganz old school über eine Agentur buchen. Richtige Skihasen können auch einem Club oder Timeshare wie dem Young Scandinavian Club beitreten, um so an einer Mindestanzahl von Wochenenden eine garantierte Unterkunft im Jugendherbergsstil zu ergattern.
Die Preise für den Skipass haben sich gewaschen. In Squaw zahlt man beispielsweise $129/Tag. Günstiger wird es mit einem Mehrtages- oder Saisonpass.
Die Ausrüstung (Ski, Board, Schuhe und Helm!) kann man sich am Besten vorab buchen, beispielsweise als Paket bei Tahoe Dave.
Wer Österreich gewohnt ist, organisiert sich das Après Ski am Besten selbst. In den kalifornischen Skigebieten gibt es im Tal meist nur einen Starbucks und eine Pizzeria. Mit der Ischgl-Partystimmung kann die Rentnerdorfband allerdings leider nicht mithalten. Dafür warten viele Airbnbs mit Hottubs auf.
Ski heil!
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San Francisco vs. New York

Im Februar 2014 verbrachte ich erstmals eine ganze Woche in New York. Meine Freundin hatte kurzfristig doch keinen Urlaub bekommen, ich stapfte allein durch den Tiefschnee und dennoch hat es mir die Stadt sofort angetan.

Drei Monate später nahm ich ohne eine Sekunde zu zögern ein Projekt in New York an und lernte so die Stadt noch besser kennen. Auch unser Head of Public Policy wollte bald hierhin ziehen und das Team ausbauen. Mein Leben als New Yorkerin schien in greifbarer Nähe.

Als ich mich im November auf eine Stelle als Projektmanagerin bewarb, die viel Interaktion mit Kollegen in unseren Headquarter voraussetzte, entschied ich mich gemeinsam mit meiner neuen Managerin, dass San Francisco als Standort mehr Sinn machte. Mein Herz hing allerdings noch an New York. Sollte es Euch auch einmal so gehen, überzeugt Euch vielleicht die folgende Liste, San Francisco doch eine Chance zu geben:

Dinge, die in San Francisco viel besser sind:

  • Wetter. In San Francisco ist es nie richtig kalt. Es schneit auch nicht, es gibt kein Glatteis und es regnet äußerst selten. Es ist eigentlich immer so um die 60° F (15° C).
  • Essen. San Francisco ist vermutlich der Ort, an dem mich die Zöliakie am wenigsten einschränkt. Glutenfreie Beilagen und Ersatzprodukte sind eine Selbstverständlichkeit. Die kalifornische Küche ist wahnsinnig gesund und lecker und das beste Sushi der Welt gibt es bei Tekka.
  • Yoga. Die Bewohner von San Francisco bewegen sich gern. Sie joggen die Hügel hoch und runter, gehen im Umland wandern, laufen Marathons und machen vor allem viel Yoga Ich habe Yoga 2012 für mich entdeckt und bin total begeistert von dem lokalen Angebot.
  • Gründerszene. Das Silicon Valley ist einmalig. Die spannendsten Ideen, die talentiertesten Gründer und die erfolgreichsten Investoren sind hier. Ich kann mir nicht vorstellen, in einem anderen Umfeld zu arbeiten oder irgendwann woanders mein eigenes Unternehmen zu gründen.
  • Verhältnis von Männern zu Frauen. Ist Euch schon mal ein gut aussehender Australier mehrere Straßenzüge hinterhergelaufen, um nach einem Date zu fragen? 😉
  • Reisen. Zugegeben, San Francisco ist am Ende der Welt. Allerdings ist es hier sehr schön. Roadtrips in die Nationalparks in den Süden nach LA, in den Norden über Portland und Seattle nach Vancouver, zum Skifahren nach Tahoe, Colorado oder Utah, zu Burning Man in die Weingegenden Napa und Sonoma oder ein Flug nach Hawaii – bevor einen das Reisefieber in die weite Ferne packt, gibt es hier einiges zu erleben.
  • Zen. Die meisten Kalifornier sind entspannt. Auch wenn Gründer viel arbeiten, ist der Umgang miteinander respektvoll und hilfsbereit. Auch auf den Straßen herrscht keine Hektik. In San Francisco wartet man gern mal ein Stündchen auf einen Platz im Restaurant. Der Dresscode ist eher leger und in Bars und Clubs werden ausländische IDs fast immer anerkannt.