Die Selbstständigkeit – ein Unternehmen in San Francisco gründen und anmelden

Ab $54 kann man sich in San Francisco in fünf Minuten selbstständig machen.

Selbstverständlich geht das mittlerweile online in wenigen Schritten:

  • Hier geht’s los.
  • Melde Dich beim Treasurer and Tax Collector (Schatzmeister) an. Dazu musst Du dieses Formular ausfüllen, drucken und abschicken:
    • Wähle Deine Rechtsform aus, beispielsweise Sole Proprietor (Einzelunternehmer).
    • Wähle Deinen Business-Namen aus. Der kann entweder fiktiv sein oder dem Namen des Selbstständigen entsprechen. Bei fiktiven Namen muss man noch etwas mehr Papierkram ausfüllen.
    • Wähle den Ort, an dem Du Dein Business betreibst. Dies kann auch Dein Home Office sein.
    • Wenn Du eine Personen- oder Kapitalgesellschaft (Corp/LLC) gründen willst, musst Du Dich beim Secretary of State anmelden. Dauer: Circa 1 Woche.
  • Zahle die Anmeldegebühr online (derzeit $91).
  • Melde Dich ebenfalls beim Büro des Assessor-Recorders (Steuergutachter) an. 
  • Achtung: Steuern müssen jedes Quartal abgeführt werden. Quickbooks ist ein sinnvolles Tool für die Buchhaltung. Ein CPA (Steuerberater) kann Dir bei der Steuererklärung helfen.

Die nötigen Verträge für verschiedene Rechtsformen kannst Du bei Legalzoom günstig herunterladen. Bei Fragen kannst Du Dich an Annick Fuchs wenden, die als Anwältin für Startups im Silicon Valley tätig ist.

Skifoan in Tahoe

Kalifornien ist der Bundesstaat der unbegrenzten Möglichkeiten: hier gibt es den Pazifischen Ozean, in dem man dank Klimawandel fast ganzjährig Wale von der Küste beobachten kann, Wüstenregionen und Berge – sowohl zum hiken als auch skifahren geeignet. Dazu fährt man von San Francisco am Besten nach Tahoe – eine ca. vierstündige Autofahrt mit einem allradangetriebenen Auto. Es gibt auch einen Bay Area Skibus für Tagesausflüge.
Eine Unterkunft findet man bei Airbnb oder man kann sie ganz old school über eine Agentur buchen. Richtige Skihasen können auch einem Club oder Timeshare wie dem Young Scandinavian Club beitreten, um so an einer Mindestanzahl von Wochenenden eine garantierte Unterkunft im Jugendherbergsstil zu ergattern.
Die Preise für den Skipass haben sich gewaschen. In Squaw zahlt man beispielsweise $129/Tag. Günstiger wird es mit einem Mehrtages- oder Saisonpass.
Die Ausrüstung (Ski, Board, Schuhe und Helm!) kann man sich am Besten vorab buchen, beispielsweise als Paket bei Tahoe Dave.
Wer Österreich gewohnt ist, organisiert sich das Après Ski am Besten selbst. In den kalifornischen Skigebieten gibt es im Tal meist nur einen Starbucks und eine Pizzeria. Mit der Ischgl-Partystimmung kann die Rentnerdorfband allerdings leider nicht mithalten. Dafür warten viele Airbnbs mit Hottubs auf.
Ski heil!
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Jetzt beim Deutschlandjahr bewerben!

2018 & 2019 findet das Deutschlandjahr mit dem Partnerland USA statt. Hier könnt Ihr Euch online mit einem Projektbeitrag bis zum 20. Januar 2018 bewerben.
Deutschland und die USA verbindet eine jahrhundertelange gemeinsame Geschichte. Deutsche Migranten haben die Entwicklung der Vereinigten Staaten entscheidend mitgeprägt. Auf der anderen Seite ist die erfolgreiche Entwicklung Nachkriegsdeutschlands untrennbar mit US-amerikanischem Engagement verbunden. Das Deutschlandjahr in den USA knüpft an diese Erfolgsgeschichte an und zielt auf eine Intensivierung des transatlantischen Dialogs.

 

Projektziele:
  • Das heutige Deutschland emotional erlebbar machen
  • Gemeinsamkeiten und bestehende Strukturen hervorheben
  • Neue Zielgruppen erschließen und in die Fläche wirken
  • Partnerschaften zur Lösung globaler Zukunftsfragen ausbauen
Zielgruppen:
  • Entscheidungsträger aus Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur, Medien, Wissenschaft und Bildung
  • Menschen ohne Vorkenntnisse über Deutschland
  • Menschen abseits der Stadtzentren der Küstenmetropolen
  • Junge Multiplikatoren
  • Amerikaner mit deutschen Wurzeln
Formate:
  • Ortsbezogene Formate
  • Tournierende Formate
  • Digitale und mediale Formate
Themen:
  • Freiheit, Diversität und Verantwortung
  • Digitalisierung, Innovation und Zukunft der Arbeit
  • Energie, Klima und Nachhaltigkeit
  • Forschung, Wissenschaft und Bildung
  • German Heritage & deutsche Sprache
  • Kultur & Lebensweise
Interessierte Sponsoren können sich an BDI unter j.howald@bdi.eu wenden.
Kristina und ich haben uns bereits mit einem Beitrag beworben – drückt uns die Daumen!

 

Living my dream: Deutsche in Kalifornien

Den vollen Beitrag zur Serie Deutsche in Kalifornien findet Ihr hier.

Yoga

Yoga ist in San Francisco sehr beliebt. Auch ich versuche, mindestens einmal in der Woche Yoga zu praktizieren.

Wer neu in der Stadt ist, kann am Besten per Classpass Abo, verschiedene Studios zu reduzierten Preisen testen.

Hier ist eine Liste meiner Lieblingsstudios:

 

Bundestagswahl: Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis

Am 24. September 2017 findet die 19. Bundestagswahl statt.

Deutsche, die im Ausland leben, können bei Vorliegen der wahlrechtlichen Voraussetzungen an der Wahl teilnehmen.

Für ihre Wahlteilnahme ist u. a. Voraussetzung, dass sie

1. entweder nach Vollendung ihres 14. Lebensjahres mindestens drei Monate ununterbrochen in Deutschland eine Wohnung innegehabt oder sich sonst gewöhnlich aufgehalten haben und dieser Aufenthalt nicht länger als 25 Jahre zurück liegt,

2. in ein Wählerverzeichnis in Deutschland eingetragen sind. Diese Eintragung erfolgt nur auf Antrag. Der Antrag ist auf einem Formblatt zu stellen und muss vor dem 3. September 2017 bei der zuständigen Gemeindebehörde eingehen. Zuständig ist die Gemeindebehörde der letzten gemeldeten Hauptwohnung in Deutschland.

Antragsvordrucke sind online auf der Webseite des Bundeswahlleiters erhältlich (oberster Link im rechten Kästchen).

Ich habe meinen Antrag soeben gestellt!

Protestieren

Gemeinsam mit meinen deutschen Freunden Mayra und Felix habe ich mich am Samstag dem Women`s March in San Francisco angeschlossen. Wind und Regen hielten uns nicht davon ab, Teil eines friedlichen Protest zu sein, um ein Zeichen zu setzen gegen die sexistischen und rassistischen Bemerkungen von Präsident Trump und seinen ersten Amtshandlungen – beispielsweise der Unterzeichnung einer Executive Order, um Obamacare schnellstmöglich rückabzuwickeln. Wer (noch) nicht wählen kann, kann immerhin so einen demokratischen Beitrag leisten.

Frauen, Männer, Familien, Mitglieder sämtlicher Minderheiten (LGBTQ, African Americans, Latinos, Disabled, etc) und ihre Verbündeten setzten am Samstag ein Zeichen. Der Protest in DC war dreimal so groß wie die Menschenmenge bei der Amtseinführung. Dies wird von der neuen Regierung selbstverständlich abgestritten und es werden „alternative facts“ vom Pressesprecher des Weißen Hauses präsentiert. Da dreht sich einem als Deutsche, die im Geschichtsunterricht gut aufgepasst hat, der Magen um…

10 Actions for the 100 Days

Familienanschluss

Das Internet wusste von Anfang an von meinen Auswanderplänen. Ich teilte mein Glück bei der Greencard-Lotterie zunächst meinem besten Freund und meinen Eltern am Telefon und dann meinen Facebook-Freunden mit.

Nur vor meiner Oma hielt ich den Umzug über den großen Teich vermeintlich bis zur letzten Sekunde geheim. In Wahrheit hatte die Kusine meines Vaters ihr schon längst davon erzählt, da sie via Facebook bestens informiert war. Ich hatte mal wieder vergessen meine Verwandten von meinen Facebook-Updates auszuschließen. Meine Oma versuchte mir regelmäßig bei Telefonaten die Neuigkeiten hervorzulocken und erkundigte sich bei jedem Businesstrip nach San Francisco danach, ob ich denn dort bleiben würde. Ich verneinte jedes Mal und kam tatsächlich zurück. An Weihnachten, nur wenige Tage vor meinem großen Umzug, musste ich ihr dann doch erzählen, dass ich für einige Zeit in die USA ziehen würde. In etwa so lange, dass es sich nicht lohnte, meine Wohnung in Berlin weiterhin aufrecht zu halten. Von meiner Standardantwort „erst mal für immer“ war in dem Gespräch natürlich keine Rede. Meine Oma reagierte daraufhin empört mit „Das weiß ich doch!“ – eine ähnliche Reaktion gab es immer dann, wenn man ihr hilfsbereit erneut erklärte, wie man mit der Fernbedienung den Satellitendecoder ein- und ausschaltete (erst „on“, dann auf die „1“). Damit hatte sich das Gespräch auch schon erledigt und mir fiel der letzte große Stein vom Herzen.

Bei meinem Abschied hatte meine Oma Tränen in den Augen und sagte, dass sie nicht mehr da sei, wenn ich wiederkäme. Das sagte sie bereits seit 15 Jahren und auch wenn die Wahrscheinlichkeit stieg, dass sie irgendwann recht behalten sollte, stritt ich ihren Einwand immer als Quatsch ab.

Da ich meine Oma nun seltener sah, nahm ich ihr Altern stärker wahr als zuvor und erschreckte mich, als sie weniger und irgendwann gar nicht mehr gehen konnte, öfter hinfiel und ständig müde war. Während meiner Besuche riss sie sich allerdings zusammen und wir konnten uns oft für kurze Zeit gewohnt gut unterhalten. Auch ihren Humor – der manchmal etwas makaber war – verlor sie bis zum Schluss nicht.

Immer, wenn ich weder meine Eltern noch meine Oma telefonisch nicht erreichen konnte, befürchtete ich, dass ES passiert sei. Als es dann soweit war, erfuhr ich tatsächlich erst Stunden später von ihrem Tod, da ich in üblicher Sonntagsmanier ausgeschlafen hatte und es erst dann aus dem Familien-Chat erfahren hatte. Ich rief sofort meine Schwestern und Eltern an, die den Schock nach neun Stunden Zeitverschiebung schon etwas verdaut hatten. Mein Vater stellte es mir frei, selbst zu entscheiden, ob ich zur Beerdigung käme, da Oma ja nun sowieso tot sei und ein Last Minute Flug ein Vermögen kostete. Als mein Freund aus dem Badezimmer kam, nahm er mich in den Arm und hatte die seltene Gelegenheit, mich weinen zu sehen.

Die Beerdigung fand vier Wochen nach Omas Tod statt. Mein Chef legte mir keine Steine in den Weg, sondern riet mir aus eigener Erfahrung, Abschied zu nehmen. Damit stand mein Entschluss, nach Deutschland zu reisen.

Die Verwandtschaft staunte nicht schlecht, als ich gemeinsam mit meiner Familie zur Friedhofskapelle schritt. Der Gottesdienst war unangenehm. Der Priester, der meine Oma nicht gekannt hatte, behauptete, sie sei gläubig gewesen und hätte sonntags regelmäßig die Messe im Fernsehen geschaut. Das stimmte nicht, aber man kann den Katholiken auf Nachfrage im Vorgespräch ja nicht das Gegenteil erzählen. Außerdem sprach er den Namen meiner Oma Valeria wieder und wieder falsch (´Valerie`) aus, so dass ich die ganze Zeit überlegte, ob ich ihn unterbrechen sollte, mich dann aber dagegen entschied.

Es war kalt, aber sonnig als wir gemeinsam zum Grab liefen, um Abschied zu nehmen. Dann ging es auch schon zum Leichenschmaus ins Café um die Ecke, dessen Personal nicht auf unsere Ankunft vorbereitet schien, so dass wir selbst den Tisch im Nebenraum deckten und die Bestellung von Kaffee und Kuchen übernahmen. Der kleine Patzer lockerte die Atmosphäre und wir feierten das Wiedersehen während wir gemeinsam von Oma Abschied nahmen.

Manchmal vergesse ich, dass sie gestorben ist und will meinen Eltern am Telefon sagen, dass sie Grüße ausrichten sollen. Ich bin froh, dass ich sie an Weihnachten – wenige Wochen vor ihrem Tod – noch gesehen habe und dass meine Schwester ihr von meinem neuen Freund verraten hat, weil ich meiner Familie an Weihnachten nicht von ungelegten Eiern erzählen wollte. Meine Oma war ein besonderer Mensch in meinem Leben und ich habe sie gewissenhaft sonntags über die wichtigen Dinge in meinem Leben informiert, auch wenn ich ihre Bitte zu bleiben, seit mehr als einem Jahrzehnt ignoriert habe und munter durch Deutschland, Europa und die Welt gezogen bin. Mit dem Blick auf meinen reisefreudigen Lebensstil, sagte mir manchmal “Du machst alles richtig.” Danke Oma, RIP.

Wie man den Familienanschluss über den großen Teich aufrecht hält:

  • Einen Familien-Chat bei What`s App einrichten, um trotz Zeitverschiebung auf dem Laufenden zu bleiben
  • Regelmäßig Fotos und Briefe schicken, um im Gedächtnis zu bleiben
  • Regelmäßig anrufen und über die Uhrzeit, das Wetter, Mahlzeiten oder die Nachrichten reden, um trotz tausenden von Meilen gegenseitig am Alltag teil zu haben
  • Bei der Flugbuchung zum Heimaturlaub nicht vom Preis abschrecken lassen, um später nicht zu bereuen bei entscheidenen Wiedersehen nicht dabei gewesen zu sein

Baseball 101

Starring: Sofia Gkiousou & Kati Schmidt

 

Führerschein machen

Sich in Kalifornien wieder wie 18 zu fühlen, ist ganz leicht. Als anständiger Bewohner sollte man einen gültigen Führerschein vorweisen können. Dieser gilt dann auch gleich als Ausweis.

Ich habe nie ein eigenes Auto besessen, in Hamburg und Berlin aber regelmäßig Carsharing genutzt. In San Francisco selbst kommt man mit Ridesharing (Lyft, Uber) zwar recht weit und braucht auch dank der vielzähligen Delivery Apps (Postmates, Instacart) kein Auto um einzukaufen. Die vollkommene Freiheit beginnt allerdings erst im Cabrio oder SUV auf dem Highway 1 nach Tomales Bay oder Santa Cruz. Um bei einer Verkehrskontrolle oder einem Autounfall nicht in die Bredoullie zu kommen, sollte man dann nicht den deutschen Touristenführerschein zeigen, sondern dem Officer brav den kalifornischen Lappen entgegenstrecken.

Nachdem ich mit der Green Bean meiner Kollegin Kellie für den Berliner Rundfunk ein paar Runden gedreht habe, entschloss ich mich endlich für die Theorieprüfung beim DMV (Department of Motor Vehicles) anzumelden.

Glücklicherweise musste ich nicht wie in Deutschland erneut die Schulbank drücken, sondern konnte mit ein paar Online-Tests und Apps die typischen Fragen durchgehen:

When a driver’s cell phone rings and they DON’T have a hands-free device, they should.
A) Only answer if the call is an emergency
B) Answer if traffic is flowing smoothly, they are in the right lane and driving under 35 miles per hour
C) Never answer 

Wichtig: Unbedingt online einen DMV-Termin machen und alle benötigten Dokumente mitbringen, dann geht es beim ruckzuck. Der ganze Spaß kostete mich insgesamt $33 (2019: $36) – ein Bruchteil meines deutschen Führerscheins…

Der schriftliche Test kann an einem Computer gemacht werden und man hat die Möglichkeit bis zu drei Fragen zu skippen oder sechs Fehler zu machen. Obwohl ich das Handbuch nur überflogen und mich komplett auf die Apps und Online-Tests verlassen hatte, habe ich direkt im ersten Anlauf mit zwei Fehlern und etwas Glück bestanden und war nun eine Nummer im DMV-System. Damit konnte ich mich dann für den Behind-the-Wheel anmelden. Den frühestens Termin bekam ich acht Wochen später zugewiesen.

Wer kein Auto eines Bekannten zur Verfügung hat, kann bei der Autovermietung angeben, dass man das Auto zur DMV-Prüfung benötigt und bekommt alle nötigen Dokumente ausgestellt (Fahrzeugschein, Autorisierung zur Fahrprüfung, Versicherung etc).

Die Prüfung beginnt mit den Handzeichen im Falle des Blinkerausfalls, und der Bedienung der wichtigsten Knöpfe (Scheibenwischer, Licht, Warnblinklicht, etc).

Danach bat mich mein etwa gleichaltriger Prüfer Nick rückwärts entlang einer weißen Linie auf dem DMV-Gelände entlangzufahren. Die Übung ersparte mir das Einparken. Nick und ich sind dann etwa zehn Minuten um den Block gefahren. Dabei hat er für jeden vergessenen Schulterblick oder jedes zu kurze Stoppen an der Kreuzung einen Strich gemacht. Beim Üben wäre ich vermutlich durchgefallen, aber als es drauf ankam, lief es wie geschmiert. Nick war sichtlich stolz und händigte mir den Prüfungsbogen mit nur 2 von 15 möglichen Fehlern aus und ermahnte mich zukünftig etwas sanfter zu bremsen.

In drei Wochen sollte mein Führerschein dann per Post eintrudeln.

Termine (für Kalifornien):

Lernmaterial: